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Auf neuen Wegen zum Bauteil

Verfahren, die bisher im Kunststoffbereich genutzt wurden, bringen jetzt auch Stahl & Co. in Form.

Vorbei sind die Zeiten, in denen das additive Fertigen von Metallteilen finanzkräftigen Firmen und Forschungseinrichtungen vorbehalten war. Es braucht keine schrankgroßen Maschinen mehr, die Laser- oder Elektronenstrahlen unter Schutzgasatmosphäre über ein Pulverbett tanzen lassen. Um Stahl & Co. millimetergenau in Form zu bringen, können heute ein paar Tausend Euro und ein kleines Plätzchen auf dem Schreibtisch genügen. Möglich wird das durch Verfahren, die ursprünglich aus dem Kunststoffbereich kommen.

Der Drucker des Pforzheimer Start-ups Metshape ist sehr genau. Er basiert auf dem LMM-Verfahren (Lithography-based Metal Manufacturing). Dabei wird ein photosensitives Polymer, in dem feinstes Metallpulver gelöst ist, schichtweise mit einem Projektor belichtet. Im Präzisionsmodus ist jede Schicht lediglich 20 µm hoch. Das entstehende Grünteil muss abschließend ebenfalls gesintert werden. Anschließend weisen die Oberflächen einen Mittenrauwert von unter 7 µm auf.

Noch sind laserbasierte Verfahren in der Industrie führend. Aufgrund ihrer vergleichsweise langen Historie – das erste Patent in Deutschland wurde 1995 erteilt – haben sie einen Forschungsvorsprung.


Dieser Text ist ein Auszug aus dem Artikel "Auf neuen Wegen zum Bauteil" von Stefan Asche, veröffentlicht am 09.08.2019 auf "VDI-Nachrichten.com".

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